Lebe den Moment!

Ich habe gerade eine Phase hinter mir, wo ich wirklich geglaubt habe, dass ich nie mehr richtig glücklich sein kann. Bzw. fragte ich mich immer, wie das gehen soll? Wo uns doch unser Sohn Nikolas so unglaublich fehlt. Das interessante daran ist, dass ich gerade zu diesem Zeitpunkt, viel Glück in den verschiedensten Bereichen in meinem Leben, erfahren durfte. Doch aus irgendeinem Grund konnte ich, besser gesagt, wollte ich dieses Glück einfach nicht erkennen, einfach nicht zulassen.
Und so kam es, dass ich immer, ich würde jetzt nicht einmal sagen unglücklicher, sondern immer ernster, immer nachdenklicher, ja sogar etwas melancholisch wurde. Mir fehlte der Blick für das Schöne. Für die kleinen und feinen, oft so wunderschönen Dinge im Leben, welche uns tagtäglich begegnen. Natürlich nur dann, wenn man es zulässt, diese zu erkennen. Und zugleich verstand ich nicht, wie es möglich war, dass ich eben nicht bereit war, diese Dinge zu sehen. Ich wollte einfach meine Lebensfreude wieder haben. Doch irgendetwas in mir verweigerte mir dies, immer und immer wieder, obwohl es mir so bewusst war. Vielleicht war es auch Angst, eine Art Angst vor dem Glücklichsein. Oder vielleicht auch ein schlechtes Gewissen unserem Sohn gegenüber. Obwohl ich mir so sicher war und immer bin, dass gerade unser kleiner Sonnenschein Nikolas, welchen seine lebensfrohe Art auszeichnete, möchte, dass ich genau diese auslebe.
Nach einiger Zeit machte ich an einem herrlich sonnigen Tag, mit einer sehr wertvollen Person, einen wunderbaren gemütlichen Waldspaziergang in der Natur. Und nach mehrmaligen tiefen und erholsamen Einatmens der frischen Waldluft und Aufnehmen des satten Grüns der Bäume, wandelte sich plötzlich mein Blick und plötlich war es, als ob ein Schatten vor meinen Augen verschwand und ich sah wieder Leben. Die Schönheit unserer Wälder und Berge, die mich umgab und ich verspürte wieder eine einzigartige, angenehme Art von Leichtigkeit und Freude in mir, wie schon lange nicht mehr. Langsam kam mein Vertrauen in das Leben wieder zurück. Bei jedem Schritt etwas mehr. So vieles wurde mir klar, unter anderem wie wichtig die Natur für mich ist. Wie gut mir ein kurzer, aber so wunderbarer Spaziergang an der frischen Luft tut und ich frage mich jetzt noch, warum ich solange damit gewartet habe. Warum ich nicht schon viel früher aufgestanden bin, um die Kraft der Natur zu nutzen.
So kam es, dass mir wieder bewusst wurde, dass ich das Recht dazu habe glücklich zu sein. Nicht nur für mich, sondern auch für meine Liebsten, meinen Ehemann, für meine Kinder. Was vergangen ist kann ich nicht ändern und was die Zukunft bringt weiß ich nicht, also ist es mir wichtig mein Glück zuzulassen, um so voll Lebensfreude den Moment zu leben. Was das betrifft, hatte ich einen guten Lehrmeister, welchem ich zeigen will, dass ich es kann. Für den Moment glücklich sein. Denn der Moment macht das Leben aus. Danke meine Liebsten, allen voran meine lieben Kinder, für diese wunderschönen Momente in meinem Leben.

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